Hatha-Yoga

Yoga ist mehr als Fitness und Körperformung - auch wenn im Hatha-Yoga (kraftvoller Yoga) der Körper als Werkzeug betrachtet und gezielt eingesetzt wird. Letztlich soll der Geist zur Ruhe kommen. Der Anfang des Yoga war ein rein geistiger Weg. Die Idee, den Körper wohlwollend miteinzusetzen, ist jüngerer und trantrischer Natur: Die Verbundenheit mit allem im Wissen darum, dass es eine Materialisierung braucht, um Geistiges wahrzunehmen.

Der kraftvolle Yoga für den gesunden Menschen ist keine Therapie und keine Religion, sondern eine Wissenschaft. Dazu gehören auch u. a. Atemtechniken, Pranayama (verlängerter Atem), Konzentration und Meditation. Ziel des Yoga: im Geist (Psyche) still werden, keine geistigen Bewegung mehr.

Der Yoga bedient sich folgender Elemente: Anspannung - Entspannung, halten - lösen, schnell - langsam, Bewegungsfluss - Unbeweglichkeit. Stauen wir Energie in den Nadis (Energiekanälen) und lassen sie wieder los, fliesst Energie (Prana) durch uns hindurch: Fühlt sich an wie eine regenerierende Reinung für Körper und Geist.

 

Buddhi

Wir alle haben eine grundlegende Gutheit in uns. Laut der indischen Schöpfungslehre  Samkhya wirkt unsere Intuition (Buddhi) als Entscheidungsfinder zwischen der materiellen und der geistigen Welt.

Der Hatha-Yoga gehört zur trantrischen Lehre: Es gibt keine Trennung von Subjekt und Objekt; unser Handeln und Tun ist mit dem Ganzen vernetzt und wirkt im Prinzip von Ursache und Wirkung. Im Tantra wird mit Mantras, Mudras, Visualisationen etc. gearbeitet und basiert auf der Vereinigung weiblicher und männlicher Energie. (Im übergeordneten Sinn zu verstehen; wir praktizieren keine Sexualpraxen.)

Der tantrische Buddhismus geht einen experimentellen Weg mit dem Ziel, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen.

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