Hatha-Yoga

Im Hatha-Yoga (kraftvoller Yoga) wird der Körper als Werkzeug betrachtet und gezielt eingesetzt. Anders als in den Anfängen des Yoga soll nicht nur mit dem Geist, sondern auch mit dem Körper gearbeitet werden.

Körperstellungen

Der ursprüngliche kraftvolle Yoga kannte nur ein, zwei Sitzhaltungen als Meditationsstellungen. Die meisten Yoga-Stellungen, mit denen heute gearbeitet wird, sind historisch jüngerer Natur. Diese Körperstellungen, genannt Asanas, stammen von Yogis, die mit konkreten Formen wie Pflug oder Schlange etc. Formen gefunden haben, die auf Körper und Psyche eine Wirkung haben. 

Der Körper soll - so auch eine Lehre - vorbereitet und gestärkt werden, wenn die Schlangenkraft Kundalini über die Wirbelsäule bis ins Gehirn aufsteigt. Der kraftvolle Yoga für den gesunden Menschen ist keine Therapie oder Religion, sondern eine Wissenschaft. Dazu gehören auch Atemtechniken, Pranayama (verlängerter Atem), die uns zu innerer Ruhe führen. Ziel des Yoga: im Geist still werden, keine geistigen Bewegung mehr.

Buddhi

Wir alle haben eine Buddha-Natur, eine grundlegende Gutheit in uns. In der indischen SchöpfungslehreSamkhya wird unsere Intuition als Buddhi bezeichnet. Sie wirkt als Entscheidungsfinder zwischen der materiellen und der geistigen Welt.

Wie der tibetische Buddhismus gehört auch der Hatha-Yoga zur trantrischen Lehre: Es gibt keine Trennung von Subjekt und Objekt. Unser Handeln und Tun ist mit dem Ganzen vernetzt und wirkt im Prinzip von Ursache und Wirkung. Im Tantra wird mit Ritualen wie Mantras, Mudras, Visualisationen, Klang etc. gearbeitet und basiert auf der Vereinigung von unserer weiblicher wie männlichen Energie.

Der klassische Buddhsimus ist eher "psychologisch" und bestrebt, das Gute zu fördern und das Schlechte zu eleminieren. Der tantrische Buddhismus geht einen experimentelleren Weg aber mit dem selben Ziel: den Geist zur Ruhe kommen zu lassen.

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